Vektor-Weltkarten umsonst

EIne umfassende Übersicht gibt es hier:

http://www.webresourcesdepot.com/free-vector-world-maps-collection/

Für alle, die PDFs öffnen und bearbeiten können, seien aber auch folgende Karten sehr ans Herz gelegt:

https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/docs/refmaps.html

Die CIA ist dabei relativ aktuelle und ziemlich genau. Eines meiner nächsten Projekte wird sein, aus deren politischer Weltkarte eine etwas verwendbarere zu machen (mit Illustrator). Mehr dazu hier in ein paar Tagen/Wochen…

Auf der Suche nach Shakespeare

3sat hat eine sehr schöne Dokumentation erstellt, die das Leben Shakespeares nachzustellen versucht:

http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/theater/programm/118519/index.html

Ausgestrahlt wurde sie schon im März, wiederholt wird sie gerade im ZDF Theaterkanal. Hier der offzielle Pressetext:

Regie: David Wallace
“Auf der Suche nach Shakespeare” ist eine fesselnde Dokumentation über das bis heute mysteriöse Leben des weltweit bekanntesten Dramatikers – William Shakespeare (1564 – 1616). Sie ist Reisebericht und Abenteuergeschichte zugleich und enthält Interviews und exklusive Szenen mit der berühmten Royal Shakespeare Company. Der Historiker und Schriftsteller Michael Wood nimmt die Zuschauer mit auf eine akribisch recherchierte Reise durch Leben und Werk eines Menschen, für den die ganze Welt Bühne war. Mit detektivischem Spürsinn führt er zu den wichtigsten und prägendsten Stationen in Shakespeares Leben und spürt dabei bislang unentdeckte Dokumente auf. Er lässt das elisabethanische England aufscheinen und zeigt ausführlich, wie Religion, familiäre und politische Umstände Shakespeares Leben und damit auch sein Werk beeinflussten. Weniger die Stücke selbst, als die Umstände ihrer Entstehung stehen im Vordergrund der spannenden und immer wieder überraschenden Reise. Das Leben unter König Elisabeth I., die sogenannten “Lost Years” in London und der Tod seines Sohns sind einige der behandelten Aspekte einer Biografie, die bis heute Rätsel aufgibt. Nicht zuletzt stellt die vierteilige Dokumentation die Frage nach dem Genius eines Theatermanns, dessen Werk das Publikum in aller Welt auch fast ein halbes Jahrtausend nach seiner Niederschrift in Atem hält. Die Reise beginnt mit einem Blick auf Shakespeares Verwandte und Vorfahren und seine eigene Kindheit und Jugend. Wie wirkten sich die Geschäfte des Vaters auf sein Leben aus, wie die religiöse Orientierung seiner Ahnen? Michael Wood beleuchtet Shakespeares erste Jahre in den turbulenten Zeiten unter König Elizabeth I.

3D Globus mit Illustrator selbst erstellen

Ich wünschte, die Idee käme von mir. Nichtsdestoweniger bin ich so begeistert, dass hier unbedingt ein Link zur Anleitung kommen muss. Außerdem passt dies perfekt zum vorhergehenden Eintrag:

http://www.blog.spoongraphics.co.uk/tutorials/create-a-rotatable-globe-in-adobe-illustrator

Inzwischen habe ich eine ähnliche Anleitung an anderer Stelle gefunden. Für Interessierte hier ebenso dieser Link:

http://www.creativepro.com/article/how-to-map-artwork-onto-3d-objects-with-illustrator

Weltkarten als Vektorgrafik

Irgendeine Weltkarte findet man schon immer im Internet. Für gute Arbeitsblätter taugen die nur selten. Wie kommt man an eine gute Grundlage? Kürzlich erschien in diversen Blogs genau dieses Thema. Allerdings bringt eine Europakarte mit Jugoslawien für den Erdkundeunterricht wenig.

Immerhin. Ein paar brilliante Weltkarten (Kontinente, ohne Ländergrenzen) waren auch dabei:

  • http://www.vecteezy.com/vf/379-MacDaddy-World

    Illustrator .ai Format. Gradnetz im Hintergrund und akkurat genug um Klimadiagramme präzise einzuordnen. Oder Gebirge einzeichnen zu lassen. Oder sonstiges…
  • http://www.jay-han.com/2008/01/06/dotted-world-map-vector-resource-free-download/

    Hmmm. präzise ist das falsche Adjektiv. Allerdings grafisch klasse. Gepunktete Weltkarte. Gut genug für die Klimadiagramme und grobe Orientierungen. Dafür allerdings das, was man neudeutsch eyecatcher nennt.

Aber wie kommt man an eine Karte mit Ländern? Kaufen. Ist aber nicht billig. Also dann DIY: Wir suchen mal nach einer Karte bei der wohl umfangreichsten Sammlung, der Perry-Castañeda Library Map Collection (http://www.lib.utexas.edu/maps/). Wir ignorieren die aktuellen Karten (so schwer das fällt) und gehen direkt zur Sektion Maps of the World. Der Hinweis, dass die Karten von der CIA stammen soll wohl Sicherheit suggerieren, nichtsdestoweniger finden wir hier physische und politiche Weltkarten als PDF, im schlimmsten Fall vom Vorjahr. Die politische Karte von 2007(http://www.lib.utexas.edu/maps/world_maps/world_pol_2007.pdf – Montenegro hat bereits eine eigene Hintergrundfarbe, wenn auch die Grenze fehlt) erfüllt genau unseren Zweck. Mit Illustrator (oder vergleichbarem Vektorprogramm geöffnet) können wir die einzelnen Länder editieren, Farben ändern etc.

Erster Schritt sollte sein, nach Textobjekten zu suchen, diese auf eine eigene Ebene und ausblenden. Wer Zeit hat kann dann Ebenen für Kontinente, Länder, Städte, Gewässer etc. erstellen. Viel Spaß.

Klimadiagramme mit GeoKlima

Klimadiagramme sind etwas wunderbares. Vor allem gibt es inzwischen viel Software um sie zu erstellen, viele Quellen um Daten zu erhalten. Wenn es ein Programm gibt, dass ich absolut empfehlen kann, dann ist dies GeoKlima. Für 19 Euro erhält man ein kleines (<2MB – erster Pluspunkt!) Programm mit einer anständigen Datenbank, die man natürlich selbst ergänzen kann (zweiter Pluspunkt).

Die Klimadiagramme kann man natürlich auch ausdrucken. Astreine Qualität und sinnvoll konfigurierbar (Farbe/SW, dicke Linine oder nicht). Dritter Pluspunkt. Ein Wunsch wäre natürlich die Option, alle geöffneten Diagramme auf ein Blatt zu drucken – allerdings gibt es dafür inzwischen in fast jedem Druckertreiber die Option 2,4,8,16 Seiten auf 1 Blatt zu quetschen.

Das wichtigste ist aber der Export (und hier versagen sogar teurere Programme von größeren Verlagen). JPG (als Standard) und EMF (als Vektor für die Weiterverarbeitung in Illustrator/Indesign/Corel/Freehand etc.). Vierter Pluspunkt.

Als zuverlässige Datenquellen haben sich folgende bewährt:

Zum selber erstellen einfach Menüpunkt Diagramm – Diagramm erstellen und Daten eingeben. Et voilà…

Jahresbericht mit InDesign – Lehrerlisten dank GREP

Der Jahresbericht ist zwar erst im Juli fällig, doch die Arbeit geht schon langsam an. In den Osterferien sind die Schüler/Lehrer-Seiten dran und die Listen der Lehrer der jeweiligen Klassen machen den Auftakt.

Die Daten stammen von der unsäglichen Schulverwaltungssoftware, die zum Glück überhaupt irgendeine Exportfunktion bietet. Was dann letzten Endes gespeichert werden kann, sieht so aus (Namen wurden aus Datenschutzgründen etwas “vereinheitlicht”):

Lehrer in der Klass5A                        13.03.2008

        Klassleitung: StR Müller M. (MUL)
        Stellv.KlassleStRzA Müller A. (MUL)

        Kath.Religionslehre (K)
                          k51  StRzA Müller P. (MUL)

        Evang.Religionslehre (Ev)
                          v51  OStR Müller K. (MUL)
        Ethik (Eth)
                          et5  OStR Müller M. (MUL)
        Deutsch (D)
                               StR Müller M. (MUL)

Lehrer in der Klass9B                        13.03.2008

        Klassleitung: StR Müller H. (MUL)
        Stellv.KlassleLAss Müller J. (MUL)

        Kath.Religionslehre (K)
                       N  k91  StRzA Müller P. (MUL)

        Evang.Religionslehre (Ev)
                       N       OStR Müller K. (MUL)
        Ethik (Eth)
                       N  et9  OStR Müller B. (MUL)
        Deutsch (D)
                       N       StRef Müller-Schmidt N. (MUL)

Nein, das sind keine Tabulatoren… Einrückungen sind sämtliche mit Leerzeichen bzw. CR als Zeilenumbruch. Nun ja, ich wollte mir schon immer mal Suchen&Ersetzen via GREP bei Indesign aneignen und dies scheint ein vielversprechender Patient zu sein. Da GREP weitaus mächtiger als die Suchen&Ersetzen-Funktion meines an sich schon tollen Texteditors SC1 ist, wird also alles einfach mal via Copy&Paste nach Indesign in ein Textfenster verfrachtet. Dann das Suchen-Fenster (STRG+F) und den GREP Tabellenreiter angeklickt.

Erster Schritt: Ausmisten

Zuerst einmal muss unnötiger Ballast weg: Der Dateiname, die Schule, das Datum tauchen regelmäßig wieder auf. Ein einfaches Sucher nach dem jeweiligen Eintrag und Ersetzen (durch nichts) löst das recht schnell. Dann die Leerzeilen entfernen:

Find what: (^\r)
Change to:

Genial einfach (stammt leider nicht von mir): Gesucht wird nach einem Zeilenumbruch \r, der am Absatzanfang ^ steht. Und dann durch nichts ersetzt wird (= gelöscht).

Jeder Lehrer in seine eigene Zeile

Um nicht zu viel zu löschen, suche ich mal nach einer Endklammer und einem Zeilenumbruch und ersetze das dann einfach durch die Klammer. Pas de problem… Ach so… Klammer ist in GREP nicht einfach Klammer. Die runde Klammer erfüllt durchaus eine Funktion, so dass ich also nach \) suchen sollte. Und um etwas Struktur herein zu bringen, ersetzen wir den Zeilenumbruch durch einen Tabulator. Um die ersten zwei Zeilen (Klassleitung) nicht mit einzubeziehen, für ich hinter dem Zeilenumbruch \r einfach noch Leerzeichen ein:

Find what: \)\r [und dann kommen hier noch entsprechend viele Leerzeichen bis zum nächsten Wort!!]
Change to: )\t

Und da immer noch Leerzeichen vor sämtlichen Zeilen stehen, entferne ich diese auch gleich:

Find what: ^ [und wieder entsprechend viele Leerzeichen]
Change to:

Zweigbezeichnungen entfernen

Langsam wird es besser. Jetzt stehen mittendrin in manchen Zeilen noch differenzierende Bezeichnungen für die einzelnen Zweige (Sprachlich, Neusprachlich, Mathematisch) – die müssen weg: Tabulator gefolgt von S, N oder M, gefolgt von 2 Leerzeichen, einem 3 Buchstaben-Kürzel und erneut 2 Leerzeichen wird zum simplen Tabulator gekürzt:

Find what: \t[S|N|M][ ]{2}[ \w]{3}[ ]{2}
Change to: \t

Kath.Religionslehre (K)       k51  StRzA Müller P. (MÜL)
Evang.Religionslehre (Ev)       v51  OStR Müller K. (MÜL)
Ethik (Eth)       et5  OStR Müller M. (MÜL)
Deutsch (D)            StR Müller M. (MÜL)

Allerdings sind immer noch komische Kürzel im Text – die entsprechenden Kurse. Nach einem Tabulator kommen 2-3 Leerzeichen, dann 2-3 Buchstaben oder Leerzeichen, gefolgt von 2-3 Leerzeichen (bitte fragt mich nicht, warum dies so ist…).

Find what: \t[ ]{2,3}[\w ]{2,3}[ ]{2,3}
Change to: \t

Duplikate entfernen

Manchmal unterrichten in einer geteilten Klasse (neusprachlich/mathematisch) unterschiedliche Lehrer das gleiche Fach, manchmal ist es der gleiche Lehrer. In letztem Fall muss das Duplikat weg: Zuerst muss ein Tabulator kommen, dann kommt eine beliebige Anzahl (das nachgestellte +) von Zeichen die nicht Tabulator oder Zeilenumbruch sind (^\t\r) und dann kommt das ganze noch einmal (\1+). Das alles könnte man durch den ersten Ausdruck ($1) ersetzen:

Find what: \t[^\t\r]+)\1+
Change to:$1

Es wird ernst

Und nun kommt die eigentliche Transformation.

Latein (L)    LAss Müller B. (MÜL)
Französisch (F)    StRzA MüllerR. (MÜL)    StRzA MüllerJ. (MÜL)

[L] B. Müller
[F] R. Müller, J. Müller

Wir suchen also zuerst einmal das Fach (also eine beliebige Anzahl an Buchstaben, evtl auch mit einem Bindestrich) gefolgt von einem Leerzeichen. Dann kommt das Fächerkürzel. Da wir dieses ja später noch brauchen, setzen wir es in runde Klammern – so können wir es mit $Nummer im Change To – Feld wieder ansprechen: zuerst also eine runde Klammer \(, dann das Kürzel, was aus allem Möglichen, nur nicht einer runden Endklammer besteht ([^)]+) und schließlich der runden Endklammer \).
Dann ein Tab, die Dienstbezeichnung \w+ (also beliebige Anzahl an Zeichen) und ein Leerzeichen.
Nun kommt der Nachname ([\w-]+): beliebige Anzahl an Zeichen oder einem Bindestrich – in Klammer, weil wir ihn später noch brauchen. usw.

Find what: ^[\w \-.]+ \(([^)]+)\)    \w+ ([\w-]+) (.\.) \(…\)    \w+ ([\w-]+) (.\.) \(…\)
Change to: [$1] $3 $2, $5 $4 ~8

~8 ist der hübsche Punkt auf x-Höhe •. Jetzt haben wir aber nur die Fälle mit zwei Lehrkräften ersetzt. Drei bzw eine Lehrkraft gehen analog.

Da die Liste als fortlaufender Text formatiert werden soll, muss nun noch der Zeilenumbruch nach dem • gelöscht werden. Nichts leichter als das:

Find what: ~8 \r
Change to: ~8

Klassleistung

Klassleitung: StR Müller H. (MÜL)
Stellv.KlassleLAss Müller J. (MÜL)

Die Klassleitung soll in eine Zeile, wieder Vorname, Nachname

Find what: (?<=Klassleitung: )\w+ ([\w-]+) (\w\.) \(…\)
Stellv\.Klassle\w+ ([\w-]+) (\w\.) \(…\)
Change to: $2 $1 ~8 $4 $3

Feintuning

Jetzt kann ich sämtlichen Fächern (in den eckigen Klammern) noch den CharacterStyle ‘Fach’ zuweisen: (\w+) sucht nach dem Fach, dass nach einer eckigen Klammer (?<=\[) und vor einer eckigen Schlussklammer (?=\]) steht. So wird auch nur das Fach markiert, die Klammern bleiben ohne Formatvorlage.

Find what: (?<=\[)(\w+)(?=\])
Change to: [CharacterStyle auswählen!]

Oder die Nachnamen entsprechendem Style zuweisen:

FInd what: (?<= \u\. )[\w-]+

Und zu guter Letzt noch der Punkt am Ende jeder Zeile. Der stört:

Find what:  ~8 \r
Change to: \r

Biliographie

Was sich jetzt hier recht flott liest, hat in der Realität einen Vormittag gedauert. Trial&Error war das Motto, aber ohne folgenden Quellen hätte es noch deutlich länger gedauert:

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